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Nokia 6600 Linux Tagebuch < ^ >
N6600 als p3nfs mounten
 

Mittels p3nfs kann man sogar das Nokia Filesystem in das Filesystem des Linuxrechners einbinden! Dadurch entfallen die vorher beschriebenen Beschränkungen (nur ein File auf einmal, nur Nokia bekannte Files) natürlich völlig. Man kann auf das N6600 direkt in seinem Filebrowser zugreifen!


N6600 Filesystem im Nautilus

Da ich nun hoffentlich Interesse geweckt habe, folgt hier die Beschreibung, wie es geht. ;-) Eine Debian Installationen ist nicht verfügbar, aber es ist auch so ohne all zu grosse Probleme hinzubekommen. Zuerst einmal benötigt man die Sourcen, die wir auf oben verlinkter Seite bekommen. Diese werden in ein neues eigenes Verzeichnis entpackt. Danach wird wie üblich im entpackten Verzeichnis ./configure und danach make aufgerufen.

p3nfs benötigt eine Applikation auf dem N6600, die wir nun auf das Handy übertragen müssen. Dies können wir mit dem vorher eingerichteten Dateitransfer zum Handy erledigen, da eine Installationsdatei an einer Nachricht vom N6600 problemlos verstanden wird.

In dem entpackten Verzeichnis finden wir die Datei bin/nfsapp-2.7-series60.sis . Diese wird nun auf das Handy übertragen. Das N6600 erkennt eine Installationsdatei, die zu installieren ist. Es warnt mehrmals, dass das Installieren Probleme bringen kann, sagt sogar, dass die Datei evtl. inkompatibel zum Betriebssystem ist. Man kann diese Hinweise diesmal mutig ignorieren, wenn man die richtige Datei ausgewählt hat. ;)

p3nfs funktioniert auch über RFCOMM. Um nicht manuell rfcomm's binden zu müssen, editieren wir einmal als root /etc/bluetooth/rfcomm.conf:

rfcomm0 {
 bind yes;
 # Bluetooth address of the device
 device 00:60:57:D6:04:34;
 # RFCOMM channel for the connection
 channel 10;
 # Description of the connection
 comment "N6600 obex";
}

rfcomm1 {
 bind yes;
 device 00:60:57:D6:04:34;
 channel 11;
 comment "N6600 p3nfs";
}

Die Bluetooth Adressen müssen natürlich durch die entsprechende Adresse des N6600 ausgetauscht werden... Danach starten wir RFCOMM neu, um diese Einstellung zu übernehmen:

/etc/init.d/bluez-utils restart

Nun erstellt man ein Verzeichnis, in das das Nokia Filesystem gemounted werden soll, z.B. /mnt/6600.

p3nfs ist ein Programm, das als root ausgeführt werden muss, man kann also nur als root das Filesystem mounten. Da dies unschön ist, gibt man dem p3nfs demon den owner root und setzt das suid flag. Dies bewirkt, dass p3nfsd auch von anderen Usern gestartet mit den Rechten des Besitzers (root) ausgeführt wird. Somit kann man auch als normaler User das N6600 mounten. Ausserdem sollte man es in ein Verzeichnis legen, das gut zu erreichen ist. Wir wechseln also in das bin Verzeichnis des ausgepackten und nun compilierten p3nfs Archives. Dort geben wir die folgenden Befehle ein:

mv p3nfsd-linux-i386 p3nfsd
chmod u+s p3nfsd
su  #root pwd eingeben
chown root p3nfsd
mv p3nfsd /usr/bin
exit

Nun sind wir bereit, das Filesystem zu mounten: Auf dem Nokia starten wir NFS (nfsapp) und drücken dann auf den Joystick, worauf das N6600 30 Sek. auf eine Verbindung wartet. Als User auf dem Linuxrechner geben wir folgendes in einer Zeile ein:

p3nfsd -series60 -tty /dev/rfcomm1
	-dir /mnt/6600

Die Verbindung sollte nun stehen und als User hat man über /mnt/6600 Zugriff auf das Handy-Filesystem wie in obiger Abbildung zu sehen.

ACHTUNG: p3nfs dokumentiert Probleme beim gleichzeitigen Übertragen mehrer Dateien. Und so schmiert p3nfs auch tatsächlich ab, wenn man über den Nautilus mehrere Dateien vom Handy überträgt. Nicht so jedoch, wenn man dies über die Kommandozeile oder den Midnight Commander erledigt! Offenbar überträgt MC hintereinander, Nautilus versucht durch Paralleltransfer zu optimieren.

Noch einmal ACHTUNG: Bei mir gibt es reproduzierbar Verbindungsabbrüche bei recht grossen Dateien. Ab ca. 2 MB wird es riskant. p3nfs (oder der darunter liegende Bluetooth Layer) schmiert dann teilweise so heftig ab, dass ich mir nur mit einem Reboot des Handys helfen konnte.

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